Niacin (Nicotinsäure, Vitamin B3)

Niacin findet sich in allen lebenden Zellen und ist von zentraler Bedeutung für den Stoffwechsel einer Vielzahl von Nährstoffen. Niacin ist außerdem maßgeblich beteiligt an Prozessen der DNA-Reperatur sowie der Produktion von steroiden Hormonen in der Nebenniere (eng.: adrenal gland). Geringfügiger Niacinmangel verlangsamt den Stoffwechsel und macht hierüber den Organismus anfälliger für Erkältungen. Ausgeprägter Niacinmangel hat Hautprobleme, Entzündungen und Verdauungsstörungen zur Folge. Häufig auftretende psychische Symptome einer Niacinunterversorgung sind Nervosität, Angstzustände, Konzentrationsschwäche, Trägheit, Ruhelosigkeit und Depressionen. Niacin erhöht HDL- und senkt LDL-Cholesterin im Blut (HDL = “gutes Cholesterin”, LDL = “schlechtes Cholesterin”). Überdosierungen mit Niacin können zu Hautrötungen führen, weshalb zur Nahrungsergänzung in der Regel das besser bekömmliche Niacinamid (bzw. Nicotinamid) verwendet wird.

Referenzen:

Niacin: the evidence, clinical use, and future directions: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22037771

Evidence that niacin inhibits acute vascular inflammation and improves endothelial dysfunction independent of changes in plasma lipids: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20167660