Hanf

Insgesamt stehen 42 von der EU zertifizierte Sorten von Hanf zur legalen kommerziellen Nutzung zur Verfügung, diese werden in der Regel als “Nutzhanf” bezeichnet. Der THC-Gehalt von Nutzhanf ist dabei so gering, dass der Konsum keinerlei berauschende Wirkung hervorrufen kann.

Bei Hanf handelt es sich um eine außergewöhnlich robuste Pflanze, deren Anbau keinerlei Pestizide oder Herbizide erfordert. Pflanzenfasern, Samen und Öle des Hanfs bieten Ausgangsstoffe für industrielle Produkte aller Art, wie beispielsweise Papier, Textilien und Kleidung, biologisch abbaubares Plastik, Körperpflegeprodukte, Bio-Diesel und nicht zuletzt sogenannte Health oder Super Foods.

Hanfmehl wird aus den Samen des Hanfs gemahlen. Diese enthalten 30 – 35 % Kohlenhydrate, 28 – 35 % Fett, 20 – 24 % Proteine und neben Vitamin E, Kalzium, Magnesium, Kalium und Eisen besonders hohe Anteile an Vitamin B, vor allem Vitamin B1 und Vitamin B2. Die Proteine bestehen hauptsächlich aus dem Globulin Edestin, welches sehr leicht verdaulich ist und enthalten alle 21 bekannten Aminosäuren, inklusive der 8 essentiellen, die der menschliche Körper nicht selbst herstellen kann. Als Proteinquelle sind Hanfsamen somit für den Menschen hervorragend geeignet. Ein Teil der Hanfsamen besteht darüber hinaus aus sehr gesunden Ölen, davon etwa 80% essentielle Fettsäuren. Die enthaltenen Omega-6 (55%) und Omega-3 Fettsäuren (22%) liegen mit etwa 2,5:1 in einem nahezu optimalen Verhältnis vor (allg. empfohlen wird ein Verhältnis von 2:1 bis höchstens 5:1). Durch eine Reduzierung des Fettanteils und die daraus folgende Erhöhung des Proteinanteils im Hanfmehl entsteht schließlich das Hanfproteinpulver.