8 Gründe für eine Nahrungsergänzung mit Vitamin D

Vitamin D gehört wohl zu den am meisten unterschätzten Nährstoffen unserer Zeit.

Zwar kein “Vitamin” im eigentlichen Sinne des Wortes (Vit. D kann vom Körper selbst hergestellt werden, während echte Vitamine durch Nahrung aufgenommen werden müssen) spielt es dennoch eine essentielle Rolle bei einer Vielzahl wichtiger Prozesse im menschlichen Körper. Eine Unterversorgung kann gravierende Folgen haben, ebenso wie eine ÜBERversorgung zu störenden Nebenwirkungen führen kann. Die Kosten für eine Nahrungsergänzung mit Vitamin D sind gering, der gesundheitliche Nutzen scheint vielversprechend.

Im Folgenden haben wir die Ergebnisse von 8 aktuellen Studien zusammengefasst, die zeigen, weshalb Vitamin D so wichtig für uns ist und beschreiben anschließend, worauf bei einer Nahrungsergänzung zu achten ist.

1.) Vitamin D schützt vor einer Vielzahl gefährlicher Krankheiten

Das Children’s Memorial Health Institute in Warschau (Polen) evaluierte kürzlich eine Reihe von Studien zu den Auswirkungen von Vitamin D auf verschiedene Gesundheitsaspekte. Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass eine adäquate Versorgung mit Vitamin D u.a. schützt gegen:

  • Infektionskrankheiten
  • Autoimmunkrankheiten
  • Herz-Kreislauf-Krankheiten
  • Diabetes Mellitus (Typ I und II)
  • Unfruchtbarkeit
  • Verschiedene Formen von Krebs
  • Neurokognitive Dysfunktionen und Krankheiten der Psyche

Adäquate Versorgung mit Vitamin D (durch Sonnenlicht oder Nahrungsergänzung) sei nach Ansicht der Forscher zurzeit einer der wichtigsten Faktoren zur Prophylaxe der genannten Defekte und Krankheiten [1].

2.) Hilft möglicherweise bei (Nahrungsmittel-) Allergien

Eine Analyse der Universitá di Verona (Italien) von Studien zum Verhältnis von Vitamin D Mangel und Nahrungsmittelallergien fand einige Hinweise auf eine diesbezügliche Verbindung und empfiehlt weitere Studien, um konsistentere Daten zu gewinnen [2].

3.) Reguliert mehr als 200 Vitamin D abhängige Gene

In einer im Jahr 2010 veröffentlichten Studie untersuchten Forscher der University of Oxford (UK) in welchem Maß Vitamin D mit unserer DNA interagiert. Das Ergebnis: Vitamin D hat einen signifikanten Effekt auf die Expression von 229 Genen, mit 2.776 Bindungsstellen für den Vitamin D Rezeptor (ein Protein, das durch Vitamin D aktiviert wird, an die DNA bindet und darüber beeinflusst, welche Proteine aus unserem genetischen Code hergestellt werden) [3].

4.) Kann Größe und Anzahl von Typ II “fast-twitch” Muskelfasern erhöhen

Eine doppel-blind Placebo-kontrollierte Studie untersuchte 96 ältere Frauen mit Vitamin D Unterversorgung (< 10 ng/ml) über einen Zeitraum von 2 Jahren. 48 der Frauen erhielten täglich 1.000 IU ergocalciferol, die anderen 48 erhielten ein Placebo. Untersucht wurde die Anzahl von Stürzen und Hüftbrüchen pro Person. Im Ergebnis konnte bei den Frauen, die täglich Vitamin D verabreicht bekommen hatten, eine relative Zunahme der Anzahl und Größe von Typ II Muskelfasern, erhöhte Muskelkraft sowie eine reduzierte Anzahl von Stürzen und Hüftbrüchen festgestellt werden [4].

5.) Steigert körperliche Leistungsfähigkeit

Wissenschaftler der West Virginia University School of Medicine (USA) konnten zeigen, dass Vitamin D Mangel bei Sportlern zu reduzierter Leistung und erhöhter Verletzungsgefahr führte [5].

6.) 92 % der deutschen Bevölkerung ist unterversorgt mit Vitamin D

Eine im Jahr 2012 veröffentlichte Studie (durchgeführt zw. Februar und Mai 2007) untersuchte den Vitamin D Status von 1.343 in Deutschland lebenden Personen (615 Männer, 728 Frauen) zwischen 20 und 99 Jahren.Das Ergebnis: 10 % der Teilnehmer hatten einen Vitamin D Wert von weniger als 7 ng/ml, 65 % einen Wert < 20 ng/ml und 92 % hatten einen Wert < 30 ng/ml. Die Forscher schreiben weiterhin, dass gemäß der aktuelleren Literatur Werte unter 30 ng/ml als sub-optimal für Knochen-, Muskel- und allgemeine Gesundheit gelten [6].

7.) Schlafstörungen durch Vitamin D Mangel

Laut einer Studie des East Texas Medical Centers, USA, verbessern sich die Symptome von Patienten mit Schlafstörungen deutlich, wenn Vitamin D Blutserum Level von 60-80 ng/ml erreicht und gehalten werden. Es gebe weiterhin Hinweise auf direkte zentrale Effekte von Vitamin D auf unser Schlafverhalten und die Forscher formulierten die Hypothese, dass das epidemische Auftreten von Schlafstörungen auf einen weitverbreiteten Mangel an Vitamin D zurückzuführen sei [7].

8.) Reduziert chronische Schmerzen, verbessert allgemeine Gesundheit und Lebensqualität

In einer Studie der Emory University (USA) mit Patienten, die unter chronischen Schmerzen litten, führte die Gabe von Vitamin D zu einer signifikanten Reduktion der Schmerzsymptome. Darüber hinaus verbesserte sich die Einschlafzeit, Schlafdauer, allgemeine Gesundheit, Vitalität, und soziale Funktionsfähigkeit der Studienteilnehmer [8].

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Weitere Infos

Die RDA (Recommended Daily Allowance) für Vitamin D beträgt in Deutschland derzeit 5 µg/d (200 IU/d).Viele Experten sind anderer Meinung und empfehlen schon seit einigen Jahren, den RDA (bzw. UL = upper intake level) Wert deutlich nach oben zu korrigieren. Die diesbezüglich in der wissenschaftlichen Literatur empfohlenen Werte reichen von 100 µg/d (4000 IU/d) bis zu 250 µg/d (10000 IU/d).

Der regelmäßige Konsum von 1 µg Vitamin D pro Tag erhöht den Blutserumwert um ca. 1 nmol/L (= 0,4 ng/ml). Hat eine Person beispielsweise einen Vitamin D Blutserumwert von 20 ng/ml (die meisten von uns dürften unter diesem Wert liegen), so müsste sie täglich 75 µg (3000 IU) zusätzlich zu sich nehmen, um den empfohlenen Wert von 50 ng/ml zu erreichen und zu halten.

Die durch konsistente Sonneneinstrahlung (Sommersonne!) von der Haut selbst produzierte Menge an Vitamin D entspricht bei Erwachsenen in etwa einer oral konsumierten Menge von 250 µg pro Tag (10000 IU) [9].

Blutserumwerte von mehr als 500 nmol/L (200 ng/ml) sind gemäß der meisten veröffentlichten Studien toxisch und können zu Nebenwirkungen wie z.B. Kopfschmerzen und Entzündungszuständen führen. Aus diesem Grund empfehlen wir, die tägliche Einnahmemenge während der Wintermonate zu Beginn auf unkritische 100 bis 150 µg (4000 bis 6000 IU) zu begrenzen und für eine optimale Verzehrempfehlung seine Vitamin D Blutserumwerte beim Arzt messen zu lassen (alternativ gibt es hier auch do-it-yourself Tests). Im Sommer hängt der individuelle Vitamin D Bedarf davon ab, wieviel Zeit man seine Haut der Sonne ausgesetzt hat, wieviel Sonnencreme dabei benutzt wurde und zu welcher Tageszeit man in der Sonne war – also hier besser erst beim Arzt testen lassen und danach entscheiden, wieviel Vitamin D man zusätzlich einnehmen sollte.

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Vitamin D Status

Mangel: < 30 ng/ml

=> Minimum: Blutserum-Level von 30 ng/ml

Unterversorgt: < 50 ng/ml

=> Optimum: 50-80 ng/ml

Maximum: 100 ng/ml

Toxisch: ab 150-200 ng/ml

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Vitamin D in Nahrungsmitteln

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Referenzen

  1. http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1568997213000402
  2. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23549154
  3. http://genome.cshlp.org/content/20/10/1352.full.pdf+html
  4. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=vitamin+d+2005+Cerebrovascular+Diseases+Switzerland
  5. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23528618
  6. http://www.landesbioscience.com/journals/dermatoendocrinology/article/19829/?show_full_text=true&
  7. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22583560
  8. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22699141
  9. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16549491

 

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